Was ist Leichte Sprache?
Leichte Sprache ist sehr leicht verständlich. Zielgruppe sind vor allem Menschen mit Lernschwierigkeiten, kognitiven Einschränkungen oder Menschen mit geringen Deutschkenntnissen.
Definition:
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Leichte Sprache ist eine vereinfachte Variante der Alltagssprache, die nach festen Regeln gestaltet wird.
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Ziel ist es, Barrieren abzubauen und Informationen für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.
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Sie unterscheidet sich von der sogenannten Einfachen Sprache, die weniger streng geregelt ist und näher an der Standardsprache bleibt.
Die Regeln der Leichten Sprache:
Texte in Leichter Sprache folgen klaren Vorgaben:
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Kurze Sätze mit nur einer Aussage pro Satz.
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Einfache Wörter, keine Fremdwörter oder Abkürzungen.
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Klare Struktur: Absätze, Zwischenüberschriften, Listen.
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Prüfung durch Betroffene: Texte werden von Menschen mit Lernschwierigkeiten getestet, um sicherzustellen, dass sie wirklich verständlich sind.
Anwendung:
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Behörden und öffentliche Stellen sind verpflichtet, bestimmte Informationen auch in Leichter Sprache bereitzustellen (z. B. nach der BITV 2.0 für Webseiten).
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Sie wird in Flyern, Broschüren, Internetseiten, Verträgen oder Wahlunterlagen eingesetzt.
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Auch Museen, Ausstellungen und Medien nutzen Leichte Sprache, um Inhalte inklusiver zu gestalten.
Unterschied zu Einfacher Sprache:
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Leichte Sprache: streng geregelt, sehr einfache Struktur, speziell für Menschen mit Lernschwierigkeiten.
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Einfache Sprache: weniger streng, näher an Standardsprache, für breitere Zielgruppen wie Migrant:innen oder Menschen mit geringer Bildung.
Leichte Sprache ist ein Werkzeug für Barrierefreiheit und Inklusion. Sie sorgt dafür, dass möglichst viele Menschen Informationen verstehen und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
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